STILL garments Interview auf leeli.de /// interview featured on instamag leeli.de


Interview mit dem Instamag leeli.de: Heute stellen wir Euch Elke von @still_garments vor. In ihrem Shop findet man exakt 3 Schals und 3 Tops. Wir haben sie gefragt, ob sie die Auswahl bewusst so minimalistisch gehalten hat, um sich gemäß dem Zitat von Lidewij Edelkoort aufs Wesentliche zu besinnen. >>

    Elke: "Dieses Zitat finde ich wirklich immer wieder wunderbar! Ich lege tatsächlich Wert auf eine kleine, feine Kollektion und konzentriere mich dabei erstmal auf Kleider und Dinge für Obenrum. Von dieser Kernkollektion sind im Shop bis jetzt der Schal und das T erhältlich.

    Ganz organisch werde ich das weiter ausbauen. Ich lege großen Wert auf die Schnitte, die zero waste sind, und die Verarbeitung, und da will gut Ding Weile haben! Viele von den STILL garments entstehen auch aus Vintage-Baumwollstoffen, die Unikate sind. Das lässt sich dann auch nicht ohne Weiteres in großen Serien reproduzieren."

 

Wo hast Du nähen gelernt? Bzw. wie bist Du zum Nähen gekommen? >> ELKE:

    "Hochwertige Verarbeitung, auf die ich großen Wert lege, habe ich im Modedesign-Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gelernt, bei einer tollen und sehr fachkundigen Werkstattleiterin. Nähen und Selbermachen war immer schon mehr oder weniger selbstverständlich für mich. Handarbeiten habe ich bei meiner Oma gelernt, und auch zuhause gab es immer eine Nähmaschine.
    Das Textile war einfach immer ein ganz natürliches Medium, mich auszuprobieren, Neues zu schaffen oder Sachen zu verändern.

Kennengelernt habe ich sie zwar nicht mehr, aber ich denke heute oft an meine Urgroßmutter. Die hat noch alles selbstgemacht: Garn aus Leinen vom eigenen Hof verarbeitet, versponnen, gewebt und daraus Kleidungsstücke gemacht. Von denen habe ich heut noch welche! Vielleicht liegt mir das irgendwie im Blut."

Nähst Du alles selbst? >> ELKE: "Bisher nähe ich alles selbst in meinem Atelier in Berlin-Wedding. Meine Färbewerkstatt habe ich zuhause eingerichtet, dort färbe ich alle Teile erst nach der Fertigung mit natürlichen Mitteln.

    Die reine Nähzeit variiert, je nach Top und auch Materialeigenschaften... Dazu kommen dann oft noch handgestickte Details wie Taschen oder Halsausschnitte (ich nenne das meine „funktionale Stickerei“).

    Da kommt dann oft nochmal ein Drittel der Arbeitszeit dazu, aber ich finde, das ist es wert. Das Färben ist natürlich auch zeitintensiv – dafür stelle ich immer erst einige Teile her, die ich dann nacheinander färbe, ein Stück oft auch zwei oder drei Mal, damit die Farbechtheit besser ist. Das dauert dann schon einen halben Tag für alle zusammen. Wenn man sich dabei gut organisiert... Bisher mache alle diese Arbeitsschritte also ich.

    Das ist schön, denn ich finde diese Arbeit toll und liebe das Handwerkliche daran. Aber ich freue mich auch, Teile davon in Zukunft anderen anzuvertrauen. Ich finde es inspirierend, mit Schneiderinnen oder anderen Fachmenschen zu arbeiten, die ihr Handwerk verstehen!"

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