Ostereier mit Pflanzen färben

Eier faerben mit Blueten, Tee und Zwiebeln

Ostereier mit Pflanzen färben kann ein einfaches und spannendes Projekt mit Kindern sein – oder du machst es einfach für dich selbst, so wie ich in diesem Jahr!

Jetzt steht schon das zweite Ostern während der Coronapandemie bevor. Zwar habe ich schon lange keine Ostereier mehr gesucht, aber als Kind war das mein allerliebstes Familienfest. Und um mich etwas zu trösten, dass Familienbesuche nicht möglich sind, habe ich an dieses mir früher so liebe Ritual angeknüpft, und mal wieder selbst Ostereier gefärbt. Deswegen geht es hier auch ausnahmsweise nicht um das Färben von Textilem.

Es gibt verschiedene Methoden dafür, und eigentlich musst du dabei nur zwei Dinge beachten: Eierschalen nicht zerbrechen, und ausschließlich lebensmittelsichere Pflanzen verwenden.

Ich habe mich für eine Kontaktfärbung der Ostereier entschieden: Im Prinzip werden die Eier dabei zu kleinen Bundle-Dye-Bündeln. Ich habe die (rohen) Eier mit den Färbepflanzen zusammen in kleine Stoffstücke eingewickelt. Färbst du mit Kindern? Dann koche die Eier einfach vor. Ich habe Webstoffe genommen, die ich ohnehin überfärben möchte – du könntest auch etwas Elastisches verwenden, Jersey, Feinstrümpfe, dann liegen die Pflanzenteile noch platter an der Eierschale an.


Und dann: Ab in den Kochtopf, zum hart kochen und färben – die Dauer ist von der Größe der Eier abhängig. (Sollte eine Schale rissig werden, dann gehört das Ei in den Kühlschrank und sollte bald gegessen werden. Intakte, hartgekochte Eier, die nicht abgeschreckt werden, können auch bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.) Lass das Ganze nach der Kochzeit noch auskühlen. Dann kannst du die Ostereier auswickeln und die Pflanzenteile entfernen. Ich habe einen Pinsel und auch vorsichtig einen feuchten Schwamm dafür benutzt. Ganz besonders erstrahlen deine gefärbten Eier, wenn du sie mit einem kleinen Tröpfchen Öl einreibst.


Möchtest du möglichst viele Farbnuancen und Abdrücke erkennen, dann verwende dafür weiße Eier. Ich hatte zwei sehr helle und drei dunkle Eier. Benutzt du verschiedene Pflanzen, und möchtest nicht, dass die Pflanzen sich vermischen, dann solltest du die Eier lieber dämpfen, statt sie wie ich zusammen in einen Topf mit Wasser zu geben.

Pflanzen zum Eierfärben

Ich habe in der Küche gestöbert nach Pflanzen zum Färben, und mich für gelbe und rote Zwiebelschalen entschieden, Hibiskusblütentee, und dazu noch ein paar getrocknete Blüten aus dem Garten – Orange Cosmea, Färbermädchenauge und Färberkamille, Stockrose.
Die Kamillenblüten sind recht dick und liegen nicht so gut an, alles andere hat aber gut geklappt. Meine Favoriten: Mal wieder die bescheidene Zwiebelschale, und Hibiskusblüten.

Was auch sicher gut geht: Streifen von Rotkohl, roter Bete, violetter Möhre. Gerade beim Schreiben frage ich mich, ob nicht auch schwarze Linsen ein lustiges Muster machen! Das Tolle am Färben der Ostereier ist ja, dass die Farben vergänglich sein dürfen – und alles hier genannte, das in Violett- und Blautönen färben gehört zu diesen eher flüchtigen Farben (Rote Bete, Rotkohl, violette Blüten…). Für das Färben von Stoffen und Kleidung eignen sich diese Pflanzen deswegen nur bedingt. Aber die Ostereier werden ja nicht allzu alt!


Wie immer gilt, auch Natürliches kann giftig sein. Wenn du schon verschiedene Färberpflanzen zu Hause hast – nicht alle davon sind als lebensmittelsicher zugelassen, bitte recherchiere dazu einmal, bevor du sie für Essbares benutzt! Krapp zum Beispiel wurde früher medizinisch und als Lebensmittelfarbstoff verwendet, aber heute nicht mehr.

Für einfarbige Eier kannst du stattdessen auch Farbsude herstellen: Dafür die Pflanzen mit genügend Wasser bedecken und köcheln, bis der Sud kräftig aussieht. Zutaten aus der Küche könnten zum Beispiel gelbe oder rote Zwiebelschalen sein, Kurkuma, Rotkohl, Rote Bete, Hibiskustee…
Ich wünsch dir viel Freude beim Eierfärben!


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